Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität

1. Weg zum und vom Gate

Flugreisende mit manuellen Rollstühlen können diese für den Transport zum und vom Abflug- und Ankunfts-Gate nutzen. Bei Buchung eines Anschlussflugs wird der Rollstuhl direkt in das nächste Flugzeug gebracht.

Wenn sich der Flugreisende selbständig zum Abflug-Gate begeben möchte, wird der Rollstuhl während des Check-ins als Gepäck gekennzeichnet und beim Boarding im Flugzeug verstaut. Daher ist es wichtig, dass sich der Flugreisende pünktlich zu der auf der Bordkarte angegebenen Uhrzeit (d. h. der Einsteigezeit) zum Abflug-Gate begibt. Beim Boarding gestattet das Bodenpersonal der Fluglinie dem Flugreisenden (und seinem Begleiter, Pfleger oder sonstigen Reisebegleiter), das Flugzeug vor den anderen Fluggästen zu betreten.

Flugreisende mit eigenem manuellem Rollstuhl können anfordern, dass dieser umgehend nach Ankunft zum Gate gebracht wird. Alle anderen Rollstühle können in der Ankunftshalle (an der Gepäckausgabe) abgeholt werden.
 

2. Flugreisende mit eigenem Rollstuhl

airBaltic befördert zusätzlich zu den medizinischen Geräten des Flugreisenden bis zu zwei Mobilitätshilfen pro Person mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität kostenlos.

airBaltic kann Rollstühle nicht in der Kabine befördern.

Wir empfehlen, die abnehmbaren Teile des Rollstuhls (Kissen, Fußstütze usw.) im Handgepäck des Flugreisenden zu verstauen. Sollte dies nicht möglich sein, befestigen Sie diese bitte mithilfe von Klebeband am Rollstuhl.

Geben Sie bei der Flugbuchung die Art des Rollstuhls sowie dessen Maße und Gewicht an. Bei der Mitnahme eines Elektrorollstuhls müssen Sie zudem die Art der verwendeten Batterie angeben.
 

3. Elektrorollstühle

Elektrorollstühle mit Batterie müssen stets als Aufgabegepäck am Check-in-Schalter aufgegeben werden. Von dort wird der Fluggast mithilfe eines airBaltic Rollstuhls vom Bodenpersonal der Fluglinie zum Gate gebracht. Für die Batterie müssen die folgenden zusätzlichen Vorgaben eingehalten werden.

  • Nicht auslaufsichere Batterien (Nassbatterien)

Nicht auslaufsichere Batterien müssen aus Rollstühlen oder anderen batteriebetriebenen Mobilitätshilfen entfernt und als Fracht befördert werden. Sie sind entsprechend der IATA-Gefahrgutvorschriften zu verpacken, markieren und kennzeichnen. airBaltic befördert keine Lithiumbatterien für Rollstühle oder andere batteriebetriebene Mobilitätshilfen.

  • Auslaufsichere Batterien (Trocken- oder Gelbatterien)

Die Batterie muss beim Check-in entfernt und die Anschlüsse zum Schutz vor Kurzschlüssen isoliert werden. Zudem ist die Batterie sicher am Rollstuhl zu befestigen.

Hinweise

  • Bei Rollstühlen/Mobilitätshilfen mit Gelbatterien ist ein Entfernen der Batterie nicht erforderlich, sofern die Anschlüsse zum Schutz vor Kurzschlüssen isoliert werden.
  • Bei sogenannten „Hightech“-Rollstühlen mit integrierten auslaufsicheren Batterien und nicht zugänglichen Batterieanschlüssen ist das Entfernen der Batterie ebenfalls nicht notwendig, sofern der Rollstuhl über eine der folgenden Vorrichtungen verfügt:
    • einen Hauptschalter (mit einem Etikett, das ausdrücklich bestätigt, dass die Batterie bei Betätigung des Schalters vollständig getrennt wird), der auf Aus gestellt werden muss
    • ein abnehmbares Bedienteil, das vollständig entfernt werden muss (ein Entfernen des Schlüssels für das Bedienteil reicht nicht aus)
       

4. Flughafenrollstühle (zur Verwendung zwischen Check-in und Gate sowie bei Ankunft des Flugs)

airBaltic stellt an jedem Flughafen Rollstühle zur Verfügung. Diese Rollstühle eignen sich nicht für die manuelle Bedienung durch den Fluggast. Fluggäste werden daher vom Bodenpersonal der Fluglinie zum entsprechenden Ort gefahren.

Für den Transfer zwischen zwei Flügen dürfen nur von airBaltic bereitgestellte Rollstühle verwendet werden..

1. Registrierung

Bei der Zuweisung von Sitzplätzen für Personen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität achtet airBaltic auf verschiedene Sicherheitsfaktoren. Zum Beispiel muss airBaltic sicherstellen, dass das Flugbegleitpersonal seine Aufgaben ungehindert erfüllen kann und dass der Zugang zur Notausrüstung und die Räumung des Flugzeuges in Notfällen nicht behindert werden. Entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 der Europäischen Kommission zur Festlegung gemeinsamer Vorschriften für die Zivilluftfahrt und zur Errichtung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit (im Anschluss Verordnung Nr. 216/2008) wird Flugreisenden mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität (EU-OPS 1.260) ein Fensterplatz in einer Sitzreihe zugeteilt, die sich nicht an einem Notausgang befindet. Dies gilt gleichermaßen für begleitete wie für unbegleitete Fluggäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität.

Wird ein Fluggast mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität von einer Begleitperson begleitet, bemüht sich die Fluggesellschaft in angemessenem Rahmen darum, der Begleitperson einen Sitzplatz neben der Person mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität zuzuweisen.
 

2. Ein- und Aussteigen

Wird der Fluggesellschaft im Voraus eine entsprechende Anfrage mitgeteilt, stellt diese Bodenpersonal zur Verfügung, um Flugreisende mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität beim Ein- und Aussteigen zu unterstützen. Das Bodenpersonal verwendet dazu den von airBaltic bereitgestellten Rollstuhl oder den manuellen Rollstuhl des Fluggasts. airBaltic bietet auch Hilfe beim Erreichen von Anschlussflügen für gehfähige Fluggäste oder Fluggäste, die Hilfe auf dem Weg von einem Abflug-Gate zum nächsten benötigen. Bitte beachten Sie, dass airBaltic nicht in der Lage ist, Fluggäste beim Warten am Gate umfassend zu betreuen. Sollte der Gesundheitszustand eines Fluggasts einen solchen Betreuungsaufwand erfordern, muss dieser von einer Begleitperson begleitet werden.

Allen körperbehinderten Fluggästen wird gestattet, das Flugzeug vor allen anderen zu betreten. Bei der Ankunft verlassen Fluggäste mit Rollstuhl das Flugzeug als letztes. Für Fluggäste mit Behinderungen, die einen Anschlussflug erreichen müssen, stellt airBaltic einen seiner Rollstühle für den Transfer zur Verfügung.
 

3. Sicherheitskontrolle

Alle Fluggäste müssen die Sicherheitskontrolle am Flughafen passieren. Falls notwendig führt das Sicherheitspersonal bei Flugreisenden mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität eine manuelle Durchsuchung durch.
 

4. Flug- und Gate-Informationen

Alle Flughäfen sind mit Bildschirmen zur Anzeige der Fluginformationen ausgestattet. Ebenso verfügen die meisten Gate-Bereiche über elektronische Anzeigen für Informationen zu konkreten Flügen. Fluginformationen können auch bei den Gate-Mitarbeitern erfragt werden, einschließlich Informationen zu Boarding oder Verspätungen.

1. Boarding und Aufenthalt an Bord

Personen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität wird die Beförderung nicht aufgrund ihrer Behinderung oder eingeschränkten Mobilität verweigert, es sei denn, dies ist für die Einhaltung geltender Sicherheitsvorschriften erforderlich oder die Beförderung der Person mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität ist aufgrund der Größe des Flugzeugs oder der Flugzeugtüren nicht möglich.

Der Flugkapitän und der leitende Flugbegleiter werden vor dem Boarding darüber informiert, wenn Personen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität befördert werden und welche Sitzplätze diesen zugewiesen werden.
 

Die Fluggesellschaft ergreift alle erforderlichen Maßnahmen, damit sowohl das Bodenpersonal als auch das Flugbegleitpersonal über die besonderen Anforderungen von Fluggästen informiert werden. Neben den bereits erwähnten Verfahren, um den Komfort und das Wohlbefinden des Fluggasts zu gewährleisten, und unter Berücksichtigung der Anforderungen des Fluggasts an besondere Betreuung, werden auch die nötigen Sicherheitsverfahren befolgt, wie die Zuweisung des richtigen Sitzplatzes und die Informierung des Personals über die Behinderung oder den Status des Fluggasts.

2. Unterstützung durch airBaltic an Bord

Flugbegleitern ist es nicht gestattet, Fluggästen beim Essen oder der persönlichen Hygiene zu helfen. Sie dürfen Fluggäste nicht heben oder tragen oder ihnen medizinische Hilfe bereitstellen, wie das Setzen von Spritzen oder die Zufuhr von Sauerstoff usw. Sollte der Gesundheitszustand eines Fluggasts einen solchen Betreuungsaufwand erfordern, muss dieser von einer entsprechend qualifizierten Begleitperson begleitet werden (es gelten die regulären Flugpreise). airBaltic kann die Leistungen einer Begleitperson während des Fluges nicht bereitstellen.


Bitte reichen Sie jegliche Anfragen für Leistungen  mindestens 48 Stunden vor Abflug bei Ihrer Reiseagentur oder einem airBaltic Reservierungsmitarbeiter ein. 

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